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February 21, 2008

Istanbul

aus aller welt — info @ 1:00 am

istanbul
Neulich in Istanbul bin ich auf die Typen mit den hohen Mützen gestoßen, welche sich zunächst allmählich und dann immer schneller und schneller zu drehen anfingen.

Die Anhänger des Mevlevi-Ordens werden auch die drehenden Derwische genannt, weil ihr Dhikr (Sama; türkisch Sema) oberflächlich gesehen darin besteht, durch kreisende Bewegungen in Ekstase zu geraten. Für einen außenstehenden Betrachter erscheint diese Zeremonie wie eine schöne Aufführung, die einem Ballett sehr ähnlich ist. Für die Mevlevis handelt es sich aber dabei, wie bei jedem Dhikr, um eine Form des Gebets, in der man die Möglichkeit hat, sich der Welt komplett zu verschließen und Gott näher zu kommen. Viele Arten der Symbolik ist für Außenstehende nicht erkennbar. Am Anfang eines “Tanzes” steht der Sheikh auf einem roten Fell (Post), das den Mittelpunkt der Welt darstellt. Die Tänzer tragen einen schwarzen Umhang über dem weißen Gewand. Der Umhang symbolisiert das Grab und der Hut (Sikke) den Grabstein. Nach der Segnung durch den Sheikh und somit der Auferstehung aus dem Grab legen sie das Grabtuch ab und beginnen zum Klang der Ney sich zu drehen. Die rechte Handfläche zeigt nach oben um den Segen Gottes zu empfangen, die linke Handfläche zeigt nach unten um den Segen in dieser Welt zu verteilen.

Artikel Mevlevi. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Januar 2008, 08:35 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mevlevi&oldid=40963742 (Abgerufen: 21. Februar 2008)

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